Veranstaltungsreihe "Von der Geschichte zur Gegenwart - Orte der historischen und politischen Bildungsarbeit in Treptow-Köpenick"

GeschichtezurGegenwart

 

Die Veranstaltungsreihe "Von der Geschichte zur Gegenwart - Orte der historischen und politischen Bildungsarbeit" geht auch in 2021 weiter! Sie sind zu vielen spannenden, pandemiekonformen Veranstaltungen eingeladen. Die Veranstaltungsreihe soll über die geschichtlichen Dokumente von Diskriminierung, Menschenverachtung und Diktatur aufzeigen, warum Bürgerbeteiligung, Partizipation und gesellschaftliches Engagement so wichtig sind.

 

 

LIVE-PODCAST: MEHRSPRACHIGKEIT ALS BEREICHERUNG 

Anlässlich des Tags der Muttersprache möchten wir ins Gespräch kommen. Wir empfinden Mehrsprachigkeit als Bereicherung und sprechen dabei aus ganz unterschiedlichen Perspektiven: die Weitergabe der Muttersprache zwischen Eltern und ihren Kindern, Mehrsprachigkeit in der Pädagogik und Poesie. Unsere Gesprächspartner:innen haben selbst Migrations- und Fluchterfahrung und können so sowohl aus persönlicher als auch professioneller Erfahrung sprechen. Die Veranstaltung entstand aus einem Impuls der neu gegründeten bezirklichen AG Mehrsprachigkeit.

 

 

ADLERSHOF IM SPIEGEL DER GESCHICHTE

  • Samstag, 13.03.2021, 14:00 Uhr, ca. 3 h
  • Treffpunkt S Adlershof – am Aufzug

Adlershof hat eine bewegte Geschichte. Anlässlich des Jahrestages des Kapp-Putsches möchten wir verschiedene Elemente dieser Geschichte beleuchten. Bei einem Rundgang durch das alte Adlershof werfen wir gemeinsam einen Blick auf die Schauplätze des Kapp-Putsches, erfahren etwas über das Leben und das Werk der Schriftstellerin Anna Seghers und suchen nach Spuren von jüdischem Leben im Ortsteil. Dazu erfahren wir etwas über die Stolpersteine, die in Adlershof verlegt wurden. Die Veranstaltung findet auch im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zu den bezirklichen Stolpersteinen und zu jüdischem Leben in Treptow-Köpenick statt.

 

 

zurückERZÄHLT: HÖRSPAZIERGANG UND AUSTAUSCH 

  • Samstag, 27.03.2021, 16:00 Uhr, ca. 2 h
  • Treptower Park – Karpfenteich

Der Hörspaziergang zurückERZÄHLT erzählt Geschichten der 106 Schwarzen Kinder, Frauen und Männer am Karpfenteich im Sommer 1896. Sie waren die Darsteller:innen der ersten Deutschen Kolonialausstellung im Rahmen der großen Gewerbeausstellung im Treptower Park. “Angeworben” von der Reichsregierung und den Kolonialbehörden in den von den Deutschen kolonisierten Gebieten kamen sie nach Berlin und mussten dort einen Sommer lang die koloniale Inszenierung der Ausstellungsmacher:innen performen.
Hörspaziergang: https://zurueckerzaehlt.de/
Bei der Veranstaltung gibt es die Möglichkeit den Hörspaziergang alleine oder in Kleingruppen auszuprobieren. Anschließend wird es entweder vor Ort oder online die Möglichkeit zu einem Austausch über die Themen Rassismus und Kolonialismus in der Geschichte und der Gegenwart geben. Der Hörspaziergang wurde entwickelt von Joel Vogel und Vincent Bababoutilabo und entstand in Kooperation mit ISD e.V., Berlin Postkolonial e.V. und Decolonize Berlin.

 

UN)SICHTBARE GESCHICHTE? NS ZWANGSARBEIT IN UNTERNEHMENSGESCHICHTE

  • Donnerstag, 22.04.2021, 17:00 Uhr, ca. 2,5 h
  • Online, Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Im Zweiten Weltkrieg verschleppte Deutschland Millionen von Menschen zur Zwangsarbeit. Wir beschäftigen uns mit der Geschichte der Zwangsarbeit im Nationalsozialismus. Welche Unternehmen haben davon profitiert und wie gehen sie heute mit dieser Geschichte um?

 

POLITISCHE TÖNE - DAS FUNKHAUS IN OBERSCHÖNEWEIDE

  • Freitag, 07.05.2021, 16:00 Uhr, ca. 2 h
  • Funkhaus, Nalepastraße 18, 12459 Berlin

Das Funkhaus in der Nalepastraße ist nicht nur architektonisch und raumakustisch, sondern auch radiohistorisch eine absolute Besonderheit. Von 1954 bis 1991 war dieser stadtähnliche Gebäudekomplex die Radiozentrale der DDR. Alle überregionalen Sender der DDR (u.a. Berliner Rundfunk, Radio DDR und DT64) produzierten und sendeten aus Oberschöneweide. Das Staatliche Rundfunkkomitee war ebenso dort ansässig und sollte die Zentralisierung und Leitung/Überwachung des Sendebetriebs sicherstellen. Wir möchten mit Ihnen auf Zeitreise gehen und die historische und politische Dimension des Ortes erkunden.


 

 

AKTIONSTAG - SCHÖNEWEIDE IN DER NACHWENDEZEIT

  • Samstag, 05.06.2021 13:00 Uhr, ca. 6 h
  • verschiedene Orte in Schöneweide

Der Aktionstag lädt zur Reflexion über die Veränderungen in Schöneweide in der Nachwendezeit ein. Die gesellschaftlichen Umbrüche und die De-Industrialisierung des Ortsteils, die Auswirkungen der Treuhand-Politik. All diese Veränderungen kamen auch auf der individuellen Ebene an und beeinflussten das Leben der Menschen in Schöneweide. Wir möchten gemeinsam mit Zeitzeug:innen und mit Beteiligung von lokalen Künstler:innen einen Blick zurück werfen. An diesem Aktionstag finden an verschiedenen Orten in Schöneweide Diskussionen, Kiez-Spaziergänge und kleine künstlerische Interventionen statt. Dabei sollen Perspektiven, die in offiziellen Debatten oft nur am Rande vorkommen, sichtbar werden.


 

 

FÜHRUNG ELSENGRUND

  • Samstag, 19.06.2021, 15 Uhr, ca. 2 h
  • Treffpunkt S Köpenick – Ausgang Stellingdamm

Einen Höhepunkt des frühen NS-Terrors in Berlin stellte die „Köpenicker Blutwoche“ Ende Juni 1933 dar. SA-Männer verschleppten hunderte Menschen in die Sturmlokale und ins ehemalige Amtsgerichtsgefängnis, wo sie schwer misshandelt wurden. Mindestens 23 Menschen starben. Die Gewalt fand nicht anonym im geschlossenen Raum statt, sondern unter den Augen der Öffentlichkeit. 88 Jahre nach den Ereignissen erzählt der Rundgang die Geschichte(n) der Opfer und ihrer Familien und bringt uns zu ihren ehemaligen Wohnorten im Elsengrund.

Alle Veranstaltungen finden mindestens auf Deutsch statt und sind kostenfrei. Sollte eine Übersetzung benötigt werden, schreiben Sie eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Ein Kooperationsprojekt von: Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick, offensiv’91 e.V., Partnerschaft für Demokratie Treptow-Köpenick, Partnerschaft für Demokratie Schöneweide, InteraXion – Willkommensbüro für geflüchtete Menschen und Migrant*innen, Bezirksamtes Treptow-Köpenick – Integrationsbereich, Treptow-Köpenick für Vielfalt und gegen Antidiskriminierung, ARTivisten e.V., MaMis en Movimiento e.V., Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg e.V.